Gliederung der Therapieformen

Wir biten in unserer Physiotherapie verschiedene Therapieformen an.
Jede einzelne ist auf ein bestimmtes Krankheitsbild ausgelegt. Erfahren sie hier mehr.

Cranio-Sacrale-Therapie

Es werden heutzutage eine Vielzahl von energetischen Heilmethoden wie Reiki, Prana Healing, japanisches Heilströmen u.ä. eingesetzt. Außerdem gibt es die unterschiedlichsten manuellen Behandlungsmethoden, angefangen von der klassischen Massage bis hin zu Rolfing.

In diesem Feld zwischen energetischen und manuellen Behandlungsformen findet die craniosacrale Therapie ihren Platz: Sie fungiert gleichzeitig als manuelle Therapie, d.h. als korrigierende Arbeit auf körperlicher Ebene.

Craniosacral heißt dieses Körpersystem und die damit arbeitende Therapieform, weil sich zwischen dem Schädel (lateinisch cranium) und dem Kreuzbein (lateinisch sacrum) die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit befindet. Der Fokus der Craniosacralen Therapie liegt auf der Beeinflussung der rhythmischen Bewegungen dieser Flüssigkeit, die das Zentralnervensystem des Menschen umfließt. Es ist also „in Wasser gebettet“.

Elektrotherapie

Bei der Elektrotherapie werden elektrischer Ströme oder Stromimpulse genutzt, um die natürlichen Heilungsvorgänge im Körper zu aktivieren und zu unterstützen.
Die Elektrotherapie nutzt je nach Anwendungsgebiet nieder-, mittel oder hochfrequente Stromformen, die durchweg sehr gut verträglich sind.
Das kann auch indirekt geschehen, indem elektrische Energie in Wärme oder mechanische Energie umgesetzt wird. In vielen Fällen ist Elektrotherapie eine sinnvolle alternative Therapieform – eine „Medizin“ frei von Nebenwirkungen.

Wann hilft Elektrotherapie
Im Rahmen physiotherapeutischer Behandlung hilft die Elektrotherapie bei:
-Akuten und chronischen Schmerzzuständen
-Peripheren und zentralen Lähmungen
-Störungen des vegetativen Systems
-Inkontinenz
-Tinnitus
-Durchblutungsstörungen

Möglichkeiten für Betroffene
Der Arzt kann Elektrotherapie als Heilmittel verordnen. Elektrotherapie ist als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung im Heilmittelkatalog festgelegt.

Was erwartet den Patienten
Der Physiotherapeut stützt sich auf die ärztliche Diagnose und auf seinen eigenen physiotherapeutischen Befund. Auf dieser Grundlage wendet er geeignete Stromformen an, um das Therapieziel zu erreichen. Die eingesetzten Ströme sind für den Patienten wegen ihrer sehr geringen Spannung absolut ungefährlich.

Kinesio-Taping

Das Kinesio-Taping feiert inzwischen in vielen Bereichen der Schmerztherapie große Erfolge.

Das Kinesio-Tape lindert Schmerzen und erhält die Bewegungsfreiheit. Der Begriff leitet sich von „Kinesiologie“ = „Lehre von der Bewegung“ ab. Die Methode stammt aus Japan. Der Chiropraktiker und Kinesiologe Kenzo Kase hat sie schon vor etwa 30 Jahren entwickelt.

Der entscheidende Unterschied zum klassischen Tape macht die Elastizität des Kinesio-Tapes aus. Die Bewegungsfähigkeit des Patienten wird dadurch nicht eingeschränkt. Es ist hautverträglich, wasserfest und luftdurchlässig. In der Regel kann ein Kinesio-Tape über 1 Woche getragen werden. Dabei darf das Kinesio-Tape auch nass werden, so dass Duschen problemlos möglich ist.

Wirkungsweise

Man vermutet, dass es durch die vollständige Verklebung des Kinesio-Tapes mit der Haut bei normalen Körperbewegungen zu einer Art leichter Dauermassage von Haut, Bindegewebe und der Muskulatur kommt. Dadurch wird unter anderem der Lymphfluss und die Durchblutung verbessert. Blutergüsse und entzündungsfördernden Stoffe werden deutlicher zügiger als normal abgebaut.

Anwendungsgebiete

Besonders gute Erfolge werden mit dem Kinesio-Tape bei Rücken­schmerzen oder Schmerzen im Bereich der großen Gelenke (Knie, Schulter, Ellbogen etc.) erzielt. Aber auch bei Muskelvespannungen oder bestimmtem Kopfschmerzformen verschafft das Kinsio-Tape oft eine bemerkenswerte Linderung.

Klassische Massagetherapie

Was versteht man darunter?

Unter dem Begriff der Massage werden in der Medizin die Anwendungen zusammengefasst, die der mechanischen Reizung der Haut bzw. darunter liegender Schichten zu Heilzwecken dienen. Neben der klassischen Massage zählen hierzu auch spezielle Techniken wie die Bindegewebsmassage order die Lymphdrainage.

Hauptanwendungsgebiete der klassischen Massage sind:
-Rückenschmerzen
-Migräne, Kopfschmerzen
-Muskelschmerzen
-Rehabilitation nach größeren Verletzungen oder Operationen
-narbige Verwachsungen
-Lähmungserscheinungen
-schnellere Erholung nach sportlicher Anstrengung

Die klassische Massage kennt viele Griffarten, mit denen der Therapeut unterschiedliche Wirkungen erzielen kann, zum Beispiel: Streichungen, Knetungen, Reibungen, Klopfungen, Hackungen und Vibrationen.

Die Behandlung kann sowohl im Sitzen oder im Liegen erfolgen. Der Patient wird dabei so gelagert, dass die Gelenke in der mittleren Stellung stabilisiert werden.

Wie wirkt die Therapie?

Die Massage beeinflusst den Organismus auf vielfältiger Weise und die einzelnen Wirkungen ergänzen sich zu einer Behandlung, die den ganzen Körper umfasst.

Die Auswirkungen von klassicher Massage
-Steigerung der Durchblutung von Muskeln und Bindegewebe
-Entstauung von Venen und Lymphgefäßen
-Regulierung der Muskelspannung
-Reduktion des Schmerzempfindens
-Harmonisierung des vegetativen Nervensystems
-psychische Entspannung

Krankengymnastik

Krankengymnastik (Heilgymnastik) ist die Unterstützung von Therapie und Pflege durch planmäßigen abgestuften Einsatz von befundgerecht ausgewählten Übungsformen unter Anleitung eines Physiotherapeuten, die rationell, adäquat in einer angepasster Reizserie eine Funktionsverbesserung anstreben.

Maßnahmen

Atemtherapie, Bewegungstherapie, Bobath-Methode, Dehnlagerung, Drainagelagerung, Entspannungsbehandlung, Entstauungstherapie, Ergometertraining, Gangschule, Haltungsschulung, Herz-Kreislauf-Training, Manuelle Therapie, PNF-Techniken, therapeutisches Reiten, Rollstuhltraining, Schlingentischbehandlung, Stemmführungen, Traktionen, Unterwassergymnastik, Vojta-Methode.

Krankengymnastik am Gerät

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In der Krankengymnastik am Gerät (KGG) werden unter Einbezug der Trainingslehre an speziellen Rehabilitationsgeräten Verbesserungen der Muskelfunktionen erreicht.

Nach einer ausführlichen Analyse erstellt ein Physiotherapeut einen individuellen Trainingsplan unter medizinischen Gesichtspunkten. Ziel ist es die Koordination, Ausdauer und Flexibilität und die Kraft des Patienten zu verbessern.

KGG kommt häufig zum Einsatz nach Operationen, Verletzungen oder chronischen Beschwerden. Der Patient erreicht durch das gezielte Training eine normale Beweglichkeit und Belastbarkeit der betroffenen Strukturen. Er kann seinen Alltag wieder beschwerdefreier gestalten.

Manuelle Lymphdrainage

Die Anwendungsgebiete der manuellen Lymphdrainage sind breit gefächert. Sie dient vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie ödematöser Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten (Arme und Beine), welche nach Traumata oder Operationen entstehen können. Sehr häufig wird diese Therapie nach einer Tumorbehandlung bzw. Lymphknotenentfernung verschrieben.

Manuelle Therapie

Bei der Manuellen Therapie handelt es sich um Handgrifftechniken, die im Rahmen des Befundes dazu dienen, eine Bewegungsstörung im Bereich der Extremitätengelenke oder der Wirbelsäule zu analysieren. Dieser Befund dient als Grundlage zu den therapeutischen Handgriffen, die ein Physiotherapeut als Mobilisation durchführt.

Die Manuelle Therapie gilt als sehr wirkungsvoll und zugleich schonend für
-Gelenke der Gliedmaßen
-Gelenke der Wirbelsäule
-Kopf- und Kiefergelenk
-Gelenke am Brustkorb und Becken

Passend zur Anatomie des betroffenen Gelenks wählt der Therapeut spezielle Handgriffe und Bewegungstechniken aus – je nach Art der Beschwerden. Die Techniken eignen sich dabei sowohl zur Schmerzlinderung, als auch zur Mobilisation von Bewegungseinschränkungen..

Techniken der Manuellen Therapie

Traktion
Mittels der Traktion entfernt der Therapeut durch sanften Zug beide Gelenkflächen voneinander. Dies verringert den Druck, lindert den Schmerz und entlastet die Gelenkkapsel.

Gleittechnik
Mit Hilfe von Gleittechniken bewegt der Physiotherapeut die beiden Gelenkflächen parallel zueinander. Dadurch verbessert sich das Gelenkspiel und die Bewegung wird wieder erleichtert.

Entspannungs-, Dehn- und Gleittechnik

Eine Auswahl an speziellen Entspannungs-, Dehn- und Gleittechniken verbessert schließlich den Zustand der Muskulatur und der Nervenbahnen, so dass die neu gewonnene Bewegungsfreiheit voll ausgeschöpft werden kann.

Muskelentspannung

Bei der progressiven Muskelentspannung handelt es sich um ein Verfahren, bei dem durch die willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht werden soll. Dabei werden nacheinander die einzelnen Muskelpartien in einer vom Therapeuten festgelegten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung wird gehalten, und anschließend wird die Spannung gelöst.

Die Konzentration der Person wird dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und auf die Empfindungen, die mit diesen Zuständen einhergehen. Ziel des Verfahrens ist eine Senkung der Muskelspannung unter das normale Niveau aufgrund einer verbesserten Wahrnehmung des Körpers. Mit der Zeit soll die Person lernen, muskuläre Entspannung herbeizuführen, wann immer sie das möchte.

Zudem sollen durch die Entspannung der Muskulatur auch andere Zeichen körperlicher Unruhe reduziert werden können wie beispielsweise Herzklopfen, Schwitzen oder Zittern. Darüber hinaus können Muskelverspannungen aufgespürt und gelockert und damit Schmerzzustände verringert werden.

Nordic Walking

Pilates

Pilates ist ein ganzheitliches Körpertraining, in dem vor allem die tief liegenden Muskelgruppen angesprochen werden, die für eine korrekte und gesunde Körperhaltung sorgen sollen. Das Training umfasst Kraftübungen, Stretching und bewusste Atmung.

Es ist bedingt auch zur Rehabilitation nach Unfällen geeignet. Wichtig ist eine fachliche Einführung in die Methode, um Bewegungs- und Haltungsfehler zu vermeiden.

Angestrebt werden
Stärkung der Muskulatur
Verbesserung der Kondition und Körperhaltung
Anregung des Kreislaufs
Erhöhung der Körperwahrnehmung

Grundlage aller Übungen ist das Trainieren des so genannten „Powerhouses“, womit die in der Körpermitte liegende Muskulatur rund um die Wirbelsäule gemeint ist.

Die Muskeln des Beckenbodens und die tiefe Rumpfmuskulatur werden gezielt gekräftigt. Alle Bewegungen werden langsam und fließend ausgeführt, wodurch die Muskeln und die Gelenke entlastet werden.

Reha-Sport

Rehabilitationssport ist eine für behinderte und von der Behinderung bedrohte Menschen entwickelte Therapie mit dem Ziel, die Betroffenen auf Dauer in das Arbeitsleben und in die Gesellschaft einzugliedern.

Schlingentisch

Während der Behandlung im Schlingentisch liegen Sie zunächst bequem auf einer Therapieliege. Ihr Becken und Ihre Beine oder auch Kopf und Arme sind in Schlingen gebettet, die mittels Karabinerhaken am Gerät befestigt sind. Körperregionen, die in den Schlingen liegen, lassen sich leichter bewegen und fühlen sich schwerelos an – am ehesten vergleichbar mit dem Auftrieb im Wasser. Ganz gezielt und schonend kann der Physiotherapeut nun im Schlingentisch schmerzhafte und schwer bewegliche Gelenke behandeln. Mit Traktion an Beinen, Armen oder am Kopf werden die betroffenen Gelenke und die Wirbelsäule entlastet. Dies dient der Schwerzlinderung. Der Schlingentisch eignet sich hervorragend zur Kombination mit anderen Therapieformen.

Schröpfkopfmassage

In der Schröpfkopfmassage werden zwei wesentliche klassische Therapien der Naturheilkunde vereinigt: Schröpfen und Massage gehen hier eine Symbiose zum Wohle des Patienten ein. Dadurch wird eine Optimierung des erwünschten Therapieeffektes erreicht.

Ultraschall

Die Ultraschalltherapie wird aufgrund ihrer vielschichtigen Wirkungen eingesetzt. Die Wirkungen der Ultraschalltherapie können wie folgt zusammengefasst werden:
-Schmerzlinderung
-Beschleunigung von Stoffwechselfunktionen
-Erhöhung der Dehnbarkeit von Bindegewebsstrukturen
-Muskuläre Detonisierung und Spasmuslösung
-Beschleunigung von Heilungsprozessen
-Stimulierung der Frakturheilung

Wärme- und Kältetherapie

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